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Gefangenenarbeit

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Geschichte der Gefangenenarbeit, Entwicklung und dessen Bedeutung in der JVA Butzbach ermöglichen.

Geschichtlicher Rückblick       Bedeutung der Gefangenenarbeit 

Geschichtlicher Rückblick

Bei der Eröffnug der Anstalt im Juli 1894 waren u.a. der Verwaltungsflügel, 2 Zellenflügel und der Wirtschaftsbau errichtet, jedoch waren keine Arbeitssäle vorhanden.
Die Gefängnis-Ordnung für die Justizverwaltung in Preußen legte in ihrem § 71 fest:

"In jedem Gefängnis sind nützliche Arbeiten einzuführen".

Als leitenden Grundsatz für die Beschäftigung der Gefangenen sah die Preußische Justizverwaltung an, dass es keinenfalls auf die Erzielung eines hohen Gewinnes ankomme, sondern dass die Arbeit ein erzieherischen Zweck dienen soll. Es sollten solche Arbeiten eingeführt werden, die die Gefangenen nach ihrer Entlassung fortsetzen und mit denen sie ihren Unterhalt erwerben könnten.
Die Dienstordnung für die Zellenhaftanstalt Butzbach vom 16.Dezember 1901 sieht daher noch als Grundsatz (§ 67) vor:

"Die Gefangenen werden in ihren Zellen beschäftigt. Auch kranke Gefangene sind zu den mit ihrem Zustande nach ärztlichem Gutachten verträglichen Arbeiten anzuhalten".

Da das Fehlen von Arbeitsräumen als großer Nachteil empfunden wurde, musste später Schuppen und Baracken in den vorderen Höfen der Anstalt, zum Nachteil des Anstaltsbildes und der Übersichtlichkeit, errichtet werden. Um die Jahrhundertwende wurde wegen Platzmangels der Entschluß gefasst, an den westlichen Zellenflügel einen Anbau mit neuen Zellen und einigen Arbeitssälen zu errichten. Aufgrund der Länge des neuen Anbaues musste die westliche Umwehrungsmauer teilweise niedergelegt und zurückgesetzt werden.

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Bedeutung der Gefangenenarbeit

Werkhof. Zum Vergrößern bitte anklicken.Das Ziel des Vollzuges der Freiheitsstrafe ist es, die Gefangenen zu befähigen, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen (StVollzG § 2). Die Arbeit der Gefangenen ist ein wesentliches Behandlungsmittel, um dieses Ziel zu erreichen. Der Online-Shop möchte die Produkte der JVA Butzbach der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Erlöse aus dem Produktverkauf dienen dem Erhalt der Anstalten und geben den Gefangenen nach ihrer Haftverbüßung einen finanziellen Spielraum zur Erleichterung ihrer Resozialisierung. Für die geleistete Arbeit, sonstige Beschäftigung oder eine Hilfstätigkeit erhalten die Gefangenen Arbeitsentgelt. Das Arbeitsentgelt betrug 2002 durchschnittlich 10,28 Euro je arbeitenden Gefangenen pro Tag. Arbeitswillige beschäftigte Gefangene, denen keine Arbeit zugewiesen werden kann, erhalten Taschengeld. Vom Arbeitsentgelt der Gefangenen wird der Arbeitnehmeranteil zur Arbeitslosenversicherung einbehalten. Dadurch haben die Gefangenen nach der Entlassung einen Anspruch auf Arbeitslosengeld bzw. Arbeitslosenhilfe. Die Gefangenen dürfen drei Siebtel ihres Arbeitsentgeltes - nach Abzug des Anteils zur Arbeitslosenversicherung - als Hausgeld für Einkäufe (z. B. zusätzliche Nahrungs- und Genussmittel) oder anderweitig (z. B. Unterstützung der Familie) verwenden. Vier Siebtel des Arbeitsentgelts werden als Überbrückungsgeld für die Gefangenen angespart. Das Überbrückungsgeld soll sicherstellen, dass den Gefangenen nach der Entlassung die erforderlichen wirtschaftlichen Mittel zur Verfügung stehen und insbesondere in der schwierigen Zeit nach der Entlassung keine sofortige wirtschaftliche Notsituation eintritt. Die Justizvollzugsanstalten stellen Räumlichkeiten und Gefangenenarbeitskräfte zur Komplettierung und Fertigung von Erzeugnissen für externe Unternehmen zur Verfügung. Der Bereich des Strafvollzugs stellt für viele Bürger und Firmen sicherlich eine Hemmschwelle dar, die man aus verschiedenen Gründen nicht überschreiten möchte oder meint, es nicht zu können. Andere arbeiten bereits seit sehr vielen Jahren gut mit dem Strafvollzug zusammen. Was hindert Sie also daran, mit uns zusammenzuarbeiten? Für sogenannte Unternehmerbetriebe stellen die Anstalten Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen Privatunternehmen Gefangene beschäftigen. Neben Arbeit und Ausbildung gehört ebenso die arbeitstherapeutische Beschäftigung zu einer Behandlungsmaßnahme im Vollzug der Freiheitsstrafe. Diese Art der Beschäftigung ist für Inhaftierte vorgesehen, die zwar zur Arbeit verpflichtet, aber - aus sehr unterschiedlichen Gründen - nur eingeschränkt arbeitsfähig sind. Sie sollen unter fachkundiger Anleitung soweit gefördert werden, dass sie qualifizierteren Aufgabenstellungen sowie den Anforderungen von Arbeit oder Ausbildung gewachsen sind.

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